Anmerkungen zur Volksverhetzung, und warum die Schweine gleicher sind

Relativ gut gefallen hat mir, was Martin Lichtmesz/Semlitsch aus Wien bei der Sezession geschrieben hat:

KZ-Vergleich ist nicht gleich KZ-Vergleich, es kommt drauf an, wer ihn bringt:

Sezession:

Klonovsky says it best, weil am nüchternsten, und um die Sache abzukürzen, sei er wieder einmal zitiert:

Und besonders infam, wie vergaunerte Journalistenimitate auf den natürlich nicht gleichgeschalteten, sondern bloß so wirkenden online-Plattformen (Mollusken muss man nicht gleichschalten) im üblichen hetzmeutenhaften Sich-gegenseitig-Überbieten nun dem Gastredner Akif Pirincci unterstellen, er habe für die Wiedereröffnung von Konzentrationslagern plädiert, wo doch genau das Gegenteil richtig ist, er äußert ironisch Sorge, dass sie wieder eröffnet werden könnten, und zwar gegen „Fremdenfeinde“; Pirincci begibt sich in die Warte des CDU-Regierungspräsidenten von Kassel, der einem Bürger seiner Stadt, welcher gegen die Errichtung eines Aufnahmelagers protestierte, empfohlen hatte, er könne ja auswandern, wenn ihm das nicht passe – und dann fällt der ominöse Satz, der nichts anderes bedeutet als: In ein Lager können wir dich Fremdenfeind ja leider einstweilen nicht stecken.

C‘est tout.

Oder waren es etwa dieselben Leute, die jetzt den Kopf des krakeelenden Kanaken fordern, die es wahnsinnig lustig, edgy und „Je suis Charlie“ fanden, als Oliver Polak vor zwei Monaten forderte, „Auschwitz wieder zu eröffnen“? Und zwar zu dem gleichen Zweck, wie Pirinçci in seiner Rede mutmaßt: um „Neonazis“ dorthin zu schicken:

Niemand hat eine Lösung für die Flüchtlingsproblematik. Ich schon. Lasst uns doch einfach Auschwitz wieder eröffnen, wobei, es ist ja offen. Aber nein, so wie früher. Lasst uns all diejenigen, die Steine werfen, Häuser anzünden und auf Menschen urinieren, in Viehwaggons packen, Richtung Osten transportieren. Sie an der Rampe in Auschwitz empfangen, sie ausziehen lassen, ihnen ihr Hab und Gut wegnehmen, rasieren muss man sie ja nicht mehr – und sie in die Gaskammern schicken.

Bruhaha, schock, ablach.

Sezession Ende. Dort weiterlesen…

Wer ist Oliver Polak? Ist der relevant, ist der aus Polen, ein Politiker? Ich musste den googeln…

welt1http://www.welt.de/kultur/article145820379/Lasst-uns-Auschwitz-wieder-eroeffnen.html

Ein Comedian, och nöö… und was für einer:

Erst war er der Jude, dann Adolf Hitler; in seinem neuen Programm ist Oliver Polak jetzt einfach nur er selbst – ein „krankes Schwein“.

http://cbe-cologne.de/events/oktober-2015/oliver-polak-krankes-schwein/

Das war schon immer so.

Volksverhetzung ist eine Waffe des Gesinnungsstaates, Gummiparagraph der Staatsräson, was denn sonst? Existent war der „im freiesten staat auf deutschem boden ever“ seit 50 Jahren schon…

Wie man hört, ist Akifs neues Buch durch die Publicty der Hassmedien ein Renner:

Das Buch kann man hier bestellen – es ist trotz allem auf dem besten Weg zum Bestseller. Der Autor teilt auf seinem zurückeroberten Blog mit:

Wie mir der Verlag soeben mitgeteilt hat, wird DIE GROSSE VERSCHWULUNG beim Verlag mehr bestellt als DEUTSCHLAND VON SINNEN in den heißesten Tagen, also etwa 8.000 täglich.

Was man zum KZ-Spässle des Oliver Polak noch wissen muss, um es zu verstehen, warum er als Schwein gleicher ist, das steht in dessen Wiki-Eintrag:

Oliver Polaks Vater hat als deutscher Jude den Holocaust und die Internierung in mehreren Konzentrationslagern überlebt und ist nach dem Krieg in seine Heimatstadt Papenburg zurückgekehrt.

Dazu ist die Sezession -wieder mal- zu feige: Polak ist (Halb-?)Finne, und die dürfen sowas, zumal sein Papa einer unter sehr erstaunlich vielen KZ-Überlebenden sein dürfte, die eine Rente beziehen: 2 Mio Bewilligungen, Einmalentschädigungen für Zwangsarbeiter weitere 1,7 Mio Fälle:

nsQuelle: Bundesministerium der Finanzen, 2012.  Die ganze PDF:  2012-11-08-entschaedigung-ns-unrecht

Es ist -für fatalist- ein guter Witz, dass auch keiner der 50 Kommentatoren bei der Sezession die Finnenhaftigkeit Polaks erwähnt, der Autor Lichtmesz (Semlitsch) sowieso nicht… wobei es doch nur dessen Abstammung ist, die ihm KZ-Vergleiche erlaubt, die man dem Akif zum Schafott umbaut. Was nicht dauerhaft gelingen wird. Gut so.

Benesch hat das richtig erkannt.

Der Spiegel macht gerade allerfeinste Werbung für Sezession und für Compact, und das völlig kostenlos. Höcke dürfte davon auch profitieren, in seinem Kampf gegen Frau Lucke, die AfD-Bundesvorsitzende.

Aus dem aktuellen Heft:

pegida2Die Dankesbriefe dieser 3 Herren an die Hamburger Illustrierte würden wir zu gerne lesen… aber wieviele Dankesbriefe muss der kleine Akif schreiben? Hunderte…

VERLAG MELDET MEHR BESTELLUNG ALS BEI DvS!

Polizeischutz vor friedliebenden Salafisten bekommt Pirincci sicher obendrauf. Spannende Zeiten!

Akif, nicht aufgeben. Unbedingt dem Pegida-Bachmann eine saftige Antwort erteilen! Der konnte sich gar nicht schnell genug distanzieren, was ihn erneut als Mann des Systems verdächtig macht, der die Opposition steuert… in den Abgrund? Ulfkotte, der alte BND-Mann, für den gilt Dasselbe… gesteuerte Opposition?

Oder sind die einfach nur doof?

mädelsWas jetzt wieder einmal mehr klar geworden ist: Die obersten Volksverhetzer sitzen in Berlin, und diese Volksverhetzer haben die Medien im Sack.

Dank Akif kann das auch der Dümmste erkennen.

Illustrierte ab jetzt Organ offener Regierungshetze

q e d.

Wehrt euch, kauft nicht bei der Staatspropaganda! Abos kündigen, Glotze abschalten.

Adblock installieren, das kostet die Medienmafia richtig Geld!

adblockOhne BILD besser leben. Wer braucht diesen Dreck?

3 Gedanken zu „Anmerkungen zur Volksverhetzung, und warum die Schweine gleicher sind“

  1. Es ist -für fatalist- ein guter Witz, dass auch keiner der 50 Kommentatoren bei der Sezession die Finnenhaftigkeit Polaks erwähnt, der Autor Lichtmesz (Semlitsch) sowieso nicht…

    Wer bei der Sezession etwas über die mutmaßliche finnische Abstammung von antideutschen Hetzern der Lügenpresse in den dortigen Kommentaren zu schreiben wagt (nur nüchterne Feststellung, keine Beleidigungen oder Beschimpfungen), wird gnadenlos zensiert und nicht freigeschaltet (ohne Begründung). Nachdem mich diese pseudonationalen Warmduscher zweimal nicht freigeschaltet haben, verzichte ich von nun an dankend darauf, mir ihren „kultivierten“ Mist zu Gemüte zu führen, geschweige ihn auch noch käuflich zu erwerben.

    Die propagieren immer den „kultivierten Diskurs“ und übersehen dabei dummerweise nur, daß von den Systemschranzen der Blockparteien und ihren Pitbulls der Lügenjournaille keiner mit ihnen diskutieren will.

    Mir kommt bei diesen Sezessions-Helden immer der Freudsche Versprecher von Helmut Kohl im Frühjahr 1989 (nach den Republikaner-Erfolgen bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im Januar und der Europawahl Anfang Juni) in den Sinn: »Wir [gemeint war die CDU/CSU/FDP-Koalition] wollen pfleglich miteinander untergehen«.
    http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/13507077

    Genau das werden die Sezessionisten auch. Die Lage ist zu ernst für weitschweifige „kultivierte“ philosophische Debatten, uns steht dank der Rechtsbrüche des Merkel-Regimes das Wasser bis zum Hals.

    Von diesen Gestalten wird eine Rettung ganz bestimmt nicht kommen. Wenn der Gegenwind denen in Orkanstärke scharf ins Gesicht weht, ziehen diese „Helden“ die Köpfe ein und gehen in Volldeckung – und alles, was uns bisher entgegenwehte, ist nur eine laue Brise im Vergleich zu dem, was noch kommen wird, wenn die Völkermörder-Junta ihre Felle wirklich davonschwimmen sieht und sich an die Macht und ihre Regierungsstühle klammert und um ihren ach so großartigen »freiesten Staat, der jemals auf deutschem Boden existierte« (und in dem lt. dem Professor für öffentliches Recht Hans-Herbert von Arnim der eigentliche Souverän, das deutsche Volk, nichts zu melden hat) zittert.

    Und die Auftraggeber jenseits des Atlantiks werden hinter der Junta stehen, das ist klar. Mielke hat 1989 nicht gewagt, auf das protestierende Volk schießen zu lassen, Merkel und Maas werden schießen lassen, verlaßt euch drauf! Die einzige Frage ist, ob ihnen Polizei und Bundeswehr dann noch gehorchen werden.

    Aber für solche Fälle hat man ja EUROGENDFOR eingeführt. Und die US-Besatzungstruppen sind ja schließlich auch noch da. Da könnten wir dann – wie am 17.6.1953 – auch nur Pflastersteine und selbsgemachte Molotow-Cocktails drauf werfen.

  2. Akif war so unvorsichtig, mit seinem KZ-Vergleich das Geschäfts- und Meinungsmonopol gewisser Kreise zu verletzen.

    Er hat ein Privileg der Machthaber nicht respektiert, eines ihrer wichtigsten, was den öffentlichen Diskurs betrifft und wird jetzt abgestraft.

    Über bestimmte Dinge darf sich das Volk, wenn überhaupt, nur auf eine Weise äußern, die vom System vorgegeben wird. Ähnlich wie beim gemeinschaftlichen Gebet in der Kirche.

    Wer diese Regeln verletzt, riskiert, exkommuniziert zu werden.

    Hinter ihrer aufgeklärten Fassade ist die BRD so primitiv wie ein Negerstamm, bei dem Rituale und regelmäßig wiederholte Ritualformeln für den Zusammenhalt sorgen, begleitet von Tabus, die auf keinen Fall verletzt werden dürfen.

    Ich geh‘ jetzt eine Runde KZ- und Grundgesetztrommeln, um nicht wie Akif als Dissident zu enden.

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