Archiv der Kategorie: Landgericht Nürnberg

Endspurt des Zersetzungskampfes gegen die AfD? Rechte Trollarmee Update

Vor gut  Woche hatte der Spiegel sich bitter beklagt, dass Nichtlinke das tun, was bei Linken voellig normal ist:

Zersetzung wie bei der Stasi? Gegen die AfD? Vera Lengsfeld sieht rot

Dort hiess es:

Na dann warten wir mal auf die Troll-Armee von Reconquista Germanica!

Herrliches Ding, Schnappatmung beim Siffspiegel:

Da haben sich im Internet, unloeschbar fuer Facebook-Stasis aka Maas und Kahane, ein paarTausend Patrioten zusammengeschlossen, von moderat (also CDU vor Merkel) bis ziemlich hart Rechts, um gegen das linksversiffte Gesocks eine Art von patriotischer Contraoeffentlichkeit zu bilden.

Das ist ein direkter Angriff auf die linke Deutungshoheit, und da soll auch noch der AfD geholfen werden, also musste auch der Regierungsfunk dagegen angehen, sich empoeren:

Na ja… sehr ueberzeugend ist das ZDF-Filmchen dazu nicht geade:

Linksversiffte Zwangsgebuehren-Propagandafunkanstalten mit 8 Millarden Euro Budget echauffieren sich darueber, dass „Rechte“ ein klein wenig Gegenpropaganda fuer die AfD machen?

Wirklich?

Wie peinlich.

Gute Ideen haben die boesen Rechten jedenfalls:

TOP!! Genau mein Humor, exakter Treffer.

In gewohnter Einmuetigkeit marschieren staatsnahe oeffentlich-rechtliche Sender im Gleichschritt gegen die AfD, mit immer neuem Gedoens:

die waren tapfer, das sagte auch Mitterand:

sie anzupissen steht den nachfolgenden Generationen nicht zu. es entehrt auch die Anpisser. Das meinte auch Helmut Schmidt.

Adenauer wusste noch, was sich gehoert:

Genau das sagte jetzt auch Gauland, er ist 76, war 40 Jahre CDU-Mitglied, aehnlich wie Erika Steinbach war das Fass an Selbsthass irgendwann uebergelaufen, das die CDU staendig weiter fuellte.

Die Augen schliessen, nicht sehen wollen, das kennen die alle:

48 von 50 Illegalen sind einfach „weg“, nicht erfasst untergetaucht, vielleicht sind Terroristen darunter, keiner weiss es, keine Regierung juckt es… Banana Republic BRD…

Auch die AfD weiss, wo es bei den Linken weh tut:

Wobei der „fette Eunuch“ wirklich besser die Klappe halten sollte.

Was erlauben Altmaier? Hat der sie noch alle?

Treffer. Wie damals Martin Bangemann, dasselbe Pack. Derselbe Weinsaufer, der Wasser predigt…

Worum geht es am Sonntag? Um eine Absage des deutschen Volkes an der Wahlurne an die Verraeterin Merkel und deren feige Partei.

Nicht vergessen: Die Flutung Europas mit kulturell Inkompatiblen muss aufhoeren!

Alle waren und sind sie dagegen: Helmut Schmidt, Helmut Kohl, sogar der Gas-Gerd:

Preisfrage: Warum haben sie die Zuwanderung dennoch beschleunigt, und die Kriminellen, die Araber- bzw. Kurdenclans (Miri & Co) nicht rausgeschmissen?

Die „riesige rechte Trollarmee“ ist dann doch vielleicht nur eine weitere Sau, die man da seitens des System BRD durch das Dorf treibt:

Tausende Aktivisten? Wirklich? Armee geht anders…

Sehr gutes Video!

Reichsbürger Wolfgang Plan als Angeklagter vor Gericht: „Dachte WK 3 sei ausgebrochen“

Eine Mordanklage ist keine spassige Sache, hier geht es um einen toten Polizisten, mehrere verletzte dazu, und um 11 abgegebene Schuesse. Die Vorgeschichte:

Reichsbürger: Mordanklage gegen Adrian Ursache, seine Waffe kam von Wolfgang Plan?

Gestern war also Beginn des Mordprozesses gegen Wolfgang Plan, und was man da so liest, das war schraeg.

Seine Strategie scheint klar: Notwehr, und wenn das nicht klappt, dann Jagdschein, Klappse:

Eine ähnliche Strategie fährt auch Dennis Ingo Schulz in Berlin, die mit dem Irrsinn, aber ob Plan in Bayern damit durchkommt?

Eher nicht. Auch die Notwehr-Situation wird man ihm wohl nicht zubilligen… dazu lese man SSL:

Der dicke BGH-Richter Fischer war das?

Der gerade den Gauland wegen Volksverhetzung angezeigt hat?

Entschuldigen? Never! Wofuer?

Es ist genau dieser linke Richter, der als aktiver Bundesrichter derart gelangweilt war, dass er in DIE ZEIT andauernd elend lange Kolumen schrieb, und Dauergast in Talksendungen war er ebenfalls.

Die duemmsten Richter Deutschlands sitzen beim BGH. Kein Scherz. Siehe: http://file.arbeitskreis-n.su/nsu/Blog-Sicherungen/EinstiegNSU.pdf

Der Angeklagte Wolfgang Plan hat eine bessere Verteidigerin als Beate Zschaepe jemals hatte? Sieht so aus:

P. habe die Polizisten nicht töten wollen. „Einen Mordtatbestand können wir beim besten Willen nicht erkennen“, sagte Anwältin Susanne Koller. Die Schüsse seien gefallen, weil ihr Mandant bei einem „dilettantisch“ ausgeführten Polizeieinsatz durch einen Angriff auf sein Haus von drei Seiten im Schlaf überrascht worden sei. Er sehe sich zudem nicht als „Reichsbürger“.

Laut Staatsanwaltschaft wollte der Mann bei dem Einsatz möglichst viele Polizisten verletzen oder töten. Dafür habe er sich in seiner Wohnung hinter einem Mauereck verschanzt – mit Schussmöglichkeit auf seine Wohnungstür.

P. trug der Anklage zufolge eine Schutzweste – die geladene Waffe schussbereit. Er habe abgewartet, bis er möglichst viele Beamte habe treffen können und dann durch die teils verglaste Tür elfmal gefeuert.

Notwehr? Das klappt nicht, zuviele Polizei-Zeugen, die einen Kollegen verloren. Notwehr war das nicht, imo.

Und die Sache mit dem 3. Weltkrieg wird ihm niemand glauben, aber vielleicht kommt er in die geschlossene Psychiatrie, statt ins Gefaengnis. Wird sich zeigen… der dicke Fischer vom BGH ist pensioniert, der spricht ihn ganz bestimmt nicht frei…

Wer ist dieser Fischer? Broder lesen!

Die entsorgte Nation

Thomas Fischer, der sich in sein Amt als Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofes eingeklagt hatte (Rechtsstreit um die Stelle des Senatsvorsitzenden), besitzt nicht nur eine erstaunliche körperliche Ähnlichkeit mit Dorfrichter Adam, er schreibt auch ellenlange, adipöse, nicht zu Ende gedachte und logorrhoeische Texte zu Rechtsfragen im Alltag. Von Januar 2015 bis Mai 2017 produzierte Fischer eine wöchentliche Kolumne („Fischer im Recht“), die er auf Zeit Online entsorgte.

Es wird staendig entsorgt, meint auch PPQ:

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Den Prozess weiter verfolgen, der Adrian Ursache kommt auch bald vor Gericht, das kann man bei SSL, wenn man mit dieser linken Truppe klarkommt, was oftmals schwierig ist, so viele Linksextreme dort… aber eben auch fachlich gute Beitraege findet man da:

Bewaffneter Widerstand gegen den Staat ist Wahnsinn, das geht immer schief, und das sollten diese Leute einsehen. Sie erreichen gar nichts, und versauen sich ihr Leben. Fuer Spinner-Mist „BRD GmbH“ und aehnlichen Wahn, „bin Mensch keine Person“ etc., unverantwortlich, was da fuer eine kranke Scheisse verbreitet wird…

Das Ende der „mystifizierten WSG Ausland“ nach Rainer Fromm

NSU-ZDF-Erzähler Rainer Fromm bezeichnet die WSG Ausland als von der deutschen Presse mystifiziert:

So degeneriert die in der Presse mythologisierte Auslands-WSG zum Spielball
der Bürgerkriegsparteien. Und selbst diese Rolle spielen die Rechtsextremen schlecht. Behrendt und Hubei kennen bei der Pressekonferenz das Symbol der Falangisten nicht, obgleich sie berichten, dort eine längere Ausbildung absolviert zu haben. (vgl . ‚dpa‘, 16.6 .1981)

Nach ihrem Fernsehauftritt sind Behle und Mainka noch knapp eine Woche in einem libanesischen Berglager untergebracht. Anfang Juli dürfen sie nach Frankfurt fliegen, wo sie von der deutschen Polizei verhaftet werden

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Die Zeder! Das ist kein Weihnachtsbaum 😉

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Der Reihe nach!

Im Februar 1981 fand ein Militärtraining statt, und Fahrzeuge kamen in Tripolis an:

Kurze Zeit später fahren fast alle Mitglieder nach Tripolis, um Autos abzuholen. Im Lager bleiben die WSG-Mitglieder Alfred Keeß, Amd-Heinz Marx und Hans-Peter Fraas, die ebenfalls an einen Fluchtversuch denken. (vgl. ‚Arbeiterkampf, 1.7.1985)

Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts in Tripoli werden die Angehörigen der Hoffmann-Truppe an der Waffe ausgebildet.

Dann passiert angeblich das hier:

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Rette sich wer kann…

Am 14.6.1981 fliehen auch Behle und Mainka ohne Ausweispapiere aus dem Lager. Am 2..7.1981 strahlt das „Zweite Deutsche Fernsehen“ in der Sendung „heute joumal“ zwei Pressekonferenzen aus.

Die eine wird von der PLO, die andere von der libanesischen Falange organisiert.

Naum Farah, Chef der Abteilung für Außenbeziehungen der rechten Christen-Milizen, stellt die WSG-Mitglieder Mainka und Behle vor. Beide geben an, von den Palästinensern zu den Falangisten geflüchtet zu sein…

Die PLO hingegen präsentiert unter dem Namen Hans Dieter Eckner und Ulrich
Bauer zwei WSG-Männer, die angeblich bei der Falange in Ausbildung gewesen sind. Bei den beiden Rechtsextremisten handelt es sich um Uwe Behrendt und Klaus Hube! Sie geben an, über Zypern in das von Falangisten kontrollierte Gebiet gelangt und dort militärisch ausgebildet worden zu sein.

Was für ein Dickicht aus Fälschungen und Propaganda von PLO und Falange gleichermassen!

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Uwe Behrendt, Quelle BKA.

Das Ende, laut Rainer Fromm:

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Aus die Maus. Das war´s.

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Was wollte Hoffmann im Libanon, Herr Fromm, wenn die Terror-Märchen allesamt nicht stimmen, und er sich nicht nach der Machtübernahme in Westdeutschland mit Breschnew treffen und über Großdeutschland verhandeln wollte?

Zur Zielsetzung der Gruppe sagt er: „Über den Einsatz der Gruppe habe Hoffmann schon im Dezember 1980 seine Fantasien gehabt; danach würde die  Gruppe Deutschland erobern und er – Hoffmann – habe sich mit dem Breschnew unterhalten.“ (Landgericht Nürnberg-Fürth, 3 Ks 340 Js 40387/81 , S. 216)

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Breschnew mit Honecker, nicht mit Hoffmann…

Was wollte Hoffmann im Libanon, Herr Fromm?

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Am Ende steht ein Urteil des LG Nürnberg/Fürth, das Fromm wie folgt wiedergibt:

Trotz der durchaus freundlichen Kooperation der Araber und der finanziellen Perspektiven durch die Waffenherstellung scheitert Hoffmann im Libanon. Am Ende wird er wegen Geldfälschung, Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, des unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen
und Verstößen gegen das Waffengesetz zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. (Landgericht Nürnberg-Fürth, 3 Ks 340 Js 40387/81, S. 11 t)

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Damit sind wir durch. Fast 500 Seiten Dissertation. Nach endlos vielen Zeitungszitaten, Bezügen auf die Arbeiten Dritter, Zitaten aus Urteilen und zahlreichen Gesprächen mit den Beteiligten hat Rainer Fromm „die gemachte Realität“ in sein Buch gegossen.

Die zur Wahrheit fehlenden wesentlichen Anteile werden wir nur von den damals Beteiligten selbst erfahren können, eine spannende Sache, und längst überfällig.

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Wer gab den Befehl zum Erlanger Doppelmord am Rabbi Lewin? Udo Albrecht?

Als Bücherleser stösst man immer wieder auf Überraschendes, so auch hier bei Rainer Fromm:

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Mainka etc. belasteten den Angeklagten Hoffmann schwer, während Hepp ihn entlastete.

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Bleibt Behle übrig, noch ein V-Mann:

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Wie nett, dass Rainer Fromm ausgerechnet diesen Namen weglässt. Wer bestand darauf?

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Es müsste sich wirklich mal jemand die Mühe machen, die Fehler und Fehlinformationen in Rainer Fromms Buch zu korrigieren, so wie es Tomas Lecorte mit dem Märchenbuch von Tobias v. Heymann getan hat. „Errata Heymann“ heisst diese Tabellenauflistung von über 100 groben Fehlern.

Wird Zeit…

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Belastungszeuge auf freiem Fuß: Der Sprengstoff III

Juni 1985, Nürnberger Landgericht, Sitzungssaal 600

Im Prozess gegen Karl Heinz Hoffmann wird der Zeuge Hans Peter Fraas vernommen, jener junge Mann, der als ehemaliges Mitglied der WSG an Hoffmanns Libanon-Projekt teilgenommen, ihm im unmittelbaren zeitlichen Umfeld des Oktoberfestanschlags Sprengstoff in Ermreuth vorbeigebracht und diesen vor Ort eingemauert hatte. Der junge Mann erblickt den ehemaligen „Chef“, er ist seit Jahren in Haft und trägt jetzt einen ausladenden Vollbart, auf der Anklagebank an genau jenem Platz, den knapp 40 Jahre zuvor Hermann Göring eingenommen hatte.

Fraas hatte nach seiner Rückkehr aus dem Libanon im Jahr 1981 harte Vernehmungen zu erdulden gehabt und dabei Hoffmann schwer belastet. Insbesondere hatte er den Eindruck erweckt, den zur Zeit des Attentats von ihm selbst gebrachten und versteckten Sprengstoff nicht gekannt zu haben; Hoffmann habe ihn, Fraas, dazu aufgefordert, den ihm unbekannten Sprengstoff zu verstecken:

1

(Vernehmungsprotokoll Fraas aus dem Winter 1981)

Trotz einer Anklage wegen des berüchtigten § 129a, also des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, war Fraas allerdings im Gegensatz zu seinen ehemaligen Kameraden der WSG Ausland auf freiem Fuß geblieben. Ob es sich dabei um ein Entgegenkommen angesichts der Hoffmann belastenden Eigenschaften seiner Aussagen gehandelt hatte oder dieser Umstand ganz anderen Rücksichten geschuldet war, muss an dieser Stelle offen bleiben.

2

(Ladungsanschrift von Fraas: Privatadresse, keine Haftanstalt)

Bei jener Vernehmung hatte Fraas gezielt von seiner eigenen Person als ungebetenem und verhängnisvollem „Lieferanten“ des Sprengstoffs abgelenkt und, wie später gerichtlich festgestellt werden sollte, eine Reihe von belastenden Momenten gegen Hoffmann erfunden, aus zunächst nicht näher bestimmbaren Gründen.

3

(Vernehmungsprotokoll Fraas aus dem Winter 1981)

in jenem Sommer 1985 wird Fraas vor Gericht noch einmal zu der Sache vernommen. Dabei übernimmt Hoffmann das Verhör selbst; er befragt den ehemaligen Wehrsportler und Schützling, dem er im Herbst 1980 vermeintlich „aus der Patsche geholfen“ und dessen Sprengstoff er verstecken lassen hatte und konfrontiert ihn mit einer Reihe von für ihn unangenehmen Tatsachen.

Nach den Angaben des Fraas hatte diesen unter anderem ein nicht näher bekannter Mensch namens Hoppe in den 70er- Jahren mit einigen Grundlagen des Umgangs mit Explosivstoffen vertraut gemacht. Von diesem Herrn war später vor Gericht oder in der Presse nicht mehr die Rede.

Im Verlauf der Vernehmung des Schlossergesellen Fraas muss das Gericht dessen Glaubwürdigkeit erheblich in Zweifel ziehen. Die alten Vorwürfe aus den Vernehmungen des Winters 1981 lösen sich weitgehend in Luft auf; die eigene Rolle bei der Anlieferung des Sprengstoffs kommt ans Licht und der Zeuge muss seine vor Gericht zunächst mit ungebrochener Chuzpe vorgetragenen Falschaussagen Stück für Stück zurücknehmen.

4

(Vorsätzliche Falschaussage von Fraas, 1985)

Jene Falschaussagen, die man im Winter 1981 vielleicht noch dem Verfolgungsdruck des drohenden § 129a zuschreiben hätte können, werden also Jahre später vor Gericht ohne Not wiederholt. Jene Jahre waren für Fraas auch mit einer kriminellen Tätigkeit im Bereich der so genannten Hepp-Kexel-Gruppe angefüllt gewesen, an deren Ende die Verhaftung im Frühjahr 1983 samt anschließender Verurteilung wegen Banküberfällen und Sprengstoffverbrechen gestanden hatte. Welche Motive Fraas dazu bewogen haben mögen, seine Lügen zu wiederholen, muss an dieser Stelle ebenfalls zunächst ungeklärt bleiben.

Die zahllosen Falschaussagen noch Jahre später vor Gericht beinhalteten auch Behauptungen, die in die Richtung von Mordaufträgen durch Hoffmann gingen, vom „Zeugen“ jedoch selbst zurückgenommen werden mussten.

Das Gericht kam schließlich, neben der Herausstellung des Umstands, dass die festgestellten Falschaussagen nicht mehr durch den früheren Verfolgungsdruck zu rechtfertigen gewesen seien, zu folgender Einschätzung, die Glaubwürdigkeit des Zeugen Fraas betreffend:

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(Urteil des Landgerichtes Nürnberg in der Sache Hoffmann, 1986)

Zusammenfassend muss also die Frage gestellt werden, wie es sein konnte, dass dieser junge Mann im zeitlichen Umfeld des Oktoberfestanschlags beim zunächst öffentlich unter Einsatz der Massenmedien zentral Verdächtigten Sprengstoff ablädt, diesen dann unter Zustimmung Hoffmanns auf Schloss Ermreuth dauerhaft versteckt, um ihn dann unter erhöhtem Verfolgungsdruck, wenngleich unüblich auf freiem Fuß, vollständig Hoffmann anzulasten und dieser Zeuge dann Jahre später, ohne Not, vor Gericht, diese Falschaussagen wiederholt, bevor er der Lüge überführt werden kann.

Aus der historischen Erfahrung mit den üblichen geheimdienstlichen Methoden im Umfeld schwerwiegender terroristischer Straftaten ergibt sich allerdings noch eine weitere Frage: Warum gibt die bundesdeutsche Regierung 35 Jahre nach einem solchen Anschlag die V-Mann-Akten zur WSG nicht heraus?

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(Der ehemalige WSG-Mann Fraas im Gelände, um 1978)

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Ergänzungen:

Zur Rolle des V-Mannes Fraas zwischen 1981 und 1983 ist folgende Dokumentation äusserst hilfreich:

In der Hepp-Kexel-Gruppe war der V-Mann Fraas ebenfalls Mitglied, wurde Anfang 1983 verhaftet mit den Anderen.  Nur Hepp entkam nach Ostberlin.

hepp-kexel

Kexel wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt und erhängte sich, Fraas war jedoch 2 Jahre später auf freiem Fuss, wie die Ladung an die Privatadresse im Jahr 1985 eindeutig belegt.

Zur Dokumentation siehe auch:  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/fernsehen-ein-links-rechts-terrorist-packt-aus-der-rebell-bei-arte-1279122.html

Wie viele Hepp-Trupp-Leute waren im Libanon? Drei, laut Doku: Hepp, Dupper, Bergmann. Bergmann starb unter bis heute nicht geklärten Umständen.

Es war aber tatsächlich einer mehr: Peter Hamberger. Der fehlt.

Warum wohl?

Peter Hamberger ist niemals Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann im Geltungsbereich der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland gewesen. Er ist im Gefolge von Odfried Hepp mit in den Libanon gekommen und war dort einige Monate Mitglied der Gruppe, die erst später, nach ihrer Auflösung, von den deutschen Behörden unter der Bezeichnung „WSG-Ausland“ eingeordnet wurde. Mit Hamberger habe ich im Libanon überhaupt keine Gespräche geführt. Sein politisches Bewusstsein hat mich nicht interessiert. Ich hatte Hamberger zum ersten Mal gesehen, als er im Gefolge von Odfried Hepp im Libanon ankam. Zuvor niemals.

Von Peter Hamberger ist bekannt, dass er nach seiner Rückkehr aus dem Libanon nach Deutschland im Zusammenhang mit der angeblich auf Terrorismus umgestiegenen nationalsozialistisch orientierten Gruppe um Busse aktiv geworden war. So gesehen, könnte man meinen, der ehemalige Angehörige der WSG-Libanon, Hamberger, habe sich nach der Rückkehr aus dem Libanon der Terrorismus verdächtigen Gruppe um Busse angeschlossen.

Doch diese Annahme ist unzutreffend. In Wirklichkeit war nämlich Peter Hamberger vom BLKA angeworben und als V-Mann in den Kreis um Busse eingeschleust worden. Deshalb kann er schlechterdings nicht in den Terrorismus abgeglitten sein. Der erst  achtzehn Jahre alte Peter Hamberger hatte sich von den Fahndern des BLKA zu konterkriminellem Verhalten anstiften lassen.

Er war es, der die Bewegungen der jungen Neonazis an das BLKA verraten hat, als diese im Oktober 1981 in München Perlach von einen Polizei-Sonderkommando gestellt und unter Beschuss genommen wurden. Zwei der jungen Neonazis starben im Kugelhagel der Polizei.

Karl-Heinz Hoffmann 06.02.2014

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Aus der historischen Erfahrung mit den üblichen geheimdienstlichen Methoden im Umfeld schwerwiegender terroristischer Straftaten ergibt sich allerdings noch eine weitere Frage: Warum gibt die bundesdeutsche Regierung 35 Jahre nach einem solchen Anschlag die V-Mann-Akten zur WSG nicht heraus?

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