Frei linksdrehend: Ken FM interviewt Heise-Knaller Markus Kompa

Immer wieder ein Genuss: Ken Jebsen interviewt linke Genossen, Zehntausende Klicks bei Youtube, Hunderte Kommentare, einer dümmer als der andere, und niemand bemerkt die dicken Dinger, die grossen Fehler, die da erzählt werden. Märchenstunde, fast 100 Minuten lang, elend langer Begleittext, der Name Markus Kompa fehlt jedoch. Warum?

Erster Eindruck:

KenFM im Gespräch mit dem Anwalt und Publizist Markus Kompa über sein Buch „Das Netzwerk“, einen aktuellen
deutschen Geheimdienstkrimi, in den diverse Insider-Erfahrungen eingeflossen sind.

Neben dem Buch gibt es noch diverse andere Themen, die zum Glück unter dem Video sauber ausgewiesen sind:
(Das Interview wurde am 21.10.2016 aufgezeichnet)

Inhaltsübersicht:
00:06:19 Der Roman „Das Netzwerk“: Fiktion oder Realität?
00:19:25 Historie nach dem 2.WK: Einfluss amerikanischer Geheimdienste auf die BRD. CIA, Allen Dulles und die Entstehung des BND (Organisation Gehlen)
00:29:09 Feindbild Kommunismus: Lyman L. Lemnitzer und Dulles als glühende Antikommunisten
00:38:49 Ultrarechte Kriegstreiber vs Präsident Kennedy: Kuba-Krise, Schweinebuchtinvasion und der Einfluss der CIA
00:54:16 Deutsche Geheimdienste – Staatsterror, BND und MAD
00:56:15 Der Berufsstand des embeddeden Journalisten und fehlende Kontrolle der Kontrolleure
01:06:04 Wissen ist Macht: Stasi im Vergleich zur NSA. Erfassung elektronischer Daten und die Verhinderung von Terroranschlägen
01:22:22 Sind Geheimdienste zu kontrollieren? Warren-Commission, NSU-Prozess
01:28:23 Instrumente und Methoden der Geheimdienste: Persönliche Erpressung als Mittel zur Zweckerfüllung

Kompa hat sich auch als Piraten-Politiker versucht, inzwischen ist er wohl ausgetreten:
www.kanzleikompa.de/2016/12/02/machts-gut-piraten-und-danke-fuer-den-fisch/

Es hätten sich wohl Leute seltsam verhalten in der Piratenpartei, aber daß da jetzt jemand vom Geheimdienst dabei war, das glaubt er (angeblich) nicht.
Vielmehr sei man Opfer einer konzertierten Medienstrategie geworden.

Es sind durchaus interessante Stellen dabei in diesem ausführlichen Gespräch, aber man sieht schön wie unsinnig es ist, wenn man sich mit versteckter Agenda und breiten Tabuzonen unterhält: Es kommt wenig dabei heraus.

Zum Threadthema „diskreditieren sich selbst“ paßt wunderbar, daß Herr FM den islamischen Terrorismus als Fiktion erkennt, während der „tödliche Rassismus“, immerhin nicht ausdrücklich genannt, aber der „rechte Terror“, eine bedrohliche Wirklichkeit ist.

Da hab ich fast in den Tisch gebissen, excellente Analyse!

Kompa spricht bezüglich des NSU Thüringen und „interessante Persönlichkeiten“ an, will KenFM aber nicht widersprechen.
Der erweist sich als Kenner, indem er durchgängig von „die NSU“ spricht.

Immer noch besser als Nuoviso-Stein, der noch nicht einmal die Namen Mundlos und Böhnhardt zu kennen scheint...

Allein schon deshalb ist der Gänsehautfaktor hoch. Ich würde das Video jederzeit wieder anschauen, und empfehle es.
Zwar sind Grenzen Teufelswerk, und abgeschafft, aber hier kann man sie erleben.

Herrlich, vielen Dank für diese sarkastischen Anmerkungen.

Mich hat es total fasziniert, dass Ken Jebsen verkündete, dass bei der Oktoberfestbombe 1980 NATO-Sprengstoff verwendet wurde, ja hätte er das doch nur dem BLKA, dem BKA und der BAW gesagt, die bis heute angeblich nicht wissen, welcher Sprengstoff dort 13 Menschen tötete! (Den Mist hat er aus dem Gedöns-Buch vom Ganser zu den Geheimarmeen, und er glaubt das tatsächlich, wie man sieht). Tragisch, aber so läuft das mit der Selbstverblödung.

Ebenso fand ich es faszinierend, dass Kompa einen V-Mann als Klienten zu haben scheint, der Hintergrundwissen zu Staatsgeheimnissen der BRD hat, weil er Bombenbauer war, damals, irgendwie will Kompa da aber nichts dazu sagen.  Schweigepflicht, schon klar, oder doch nicht? Hat er etwa einen der 5 V-Leute unter Vertrag, die laut Bundesregierung (immer noch geheime) Angaben zur Oktoberfestbombe machten? Oder habe ich das falsch verstanden? Meint er einen NSU-Bomber?

Was für merkwürdiges Personal im Erfurter LfV baute denn eine Terrorzelle auf, nach bewährtem Muster, Kompa zielt dabei auf Helmut Röwer ab, der den NSU für einen grossen Schwindel hält?

Der Terrorzellenerfinder mit Berufserfahrung war jedoch eher Jörg-Peter Nocken, der Vize Roewers, der Fakeerfinder mit Berufserfahrung, Stichwort RAF-V-Mann Siegfried Nonne. Warum kann dieser Kompa nicht klare Ansagen machen, wen er meint? Was soll diese Verdummung?

95% der Zuschauer beim Jebsen werden überhaupt nicht kapieren, um was es da eigentlich ging, meinte auch der hier:

Haben gerade KenFM vs Markus Kompa aka DAS NETZWERK ausgewertet. Kompa nennt keine Namen… Er nennt nicht Name Ernst Albrecht zu Name Flintenmuschi, Causa Celler Loch. Aktuell Franco Albrecht BW OL Einzelkämpfer NATO-ACC.

ALLES WEHRKRAFTZERSETZUNG ? CUI BONO ?

Dann der CSU/CDU Geheimdienst kein Wort vom Globke LOL. Kein Wort Buch „NACH LEKTÜRE VERNICHTEN“ von Frau Dr. Stefanie Waske Rechercheteam DIE ZEIT (CAUSA OKTOBERFEST 80) und Team Ulrich Chaussy. HATTE NICHT KARL-FRIEDRICH GRAU „STAATSBÜRGERLICHE GESELLSCHAFT ZWEI PARTEIBÜCHER CSU UND CDU ? Absturz beim Melken und der Auslöser für alles weitere. LOL.

Aber welche Namen sagt Kompa nicht? Warum nicht, was soll das? Kramer CELLO? NEIN? NIX Carl Johann Kramer nix DANNAU Reitstall Sattelhof NIX CELLO?

Und Holger-Ludwig Pfahls BfV? Präsident VS und dann Staatssekretär!

Pfahls und sein Anwalt aus Mainz – sehr wortstark LOL NA? Volker Hoffmann RA vom „Blinden “ GP 389 “ nein doch vom doofen „Gemüse“ Benjamin Gärtner LOL. Tolle Show für die DOOFEN. LACH.…….ZURÜCK DANNAU Kompa nennt Namen NORBERT JURETZKO NICHT, WARUM WIRD NOBBI DANNAU NICHT VON DER SOKO 26 BEFRAGT OB KRAMER CELLO IST/WAR ?????????????? WARUM NICHT ?

Kompa spricht über 11.11.11 Aktenschredderei im BfV Kölle ABER KOMPA SAGT NICHT KLARNAMEN AXEL MINRATH aka Lothar Lingen……WARUM ZUM TEUFEL NICHT ?

na weil Pau das ebenso macht. Die hält sich auch brav an die Sprachregelung, sagt immer brav Lingen.

Markus Kompa will gar nicht Ken Jebsens Zuschauer in irgendeiner Weise schlauer machen, die sind auch mit dem Gedöns glücklich, lest die Kommentare. Wozu Perlen vor die Säue werfen, wozu zum Jetzt was erklären, wenn doch Geheimdienst-Storys von vor 50 Jahren aus den USA die Leute begeistern? Kompa weiss viel, erklärt wenig, nennt keine Namen, und Jebsen sagt immer Dallas statt Dulles, wenn es um die schlimmen 2 Brueder geht.  Aber schoen, dass sie miteinander gesprochen haben.

Harmloser Talk zweier Linker. Wie bei Heise.de. Immer schön am Kern der Dinge vorbei. Gedöns ist Trumpf.

5 Gedanken zu „Frei linksdrehend: Ken FM interviewt Heise-Knaller Markus Kompa“

  1. Sei nicht so hart mit dem Kompa! Das ist ein durchaus interessantes Gespräch. Du könntest es ja nutzen und geschickt ergänzen, statt die beiden voll in die Pfanne zu hauen?
    Mich hat das Gespräch immerhin animiert, das Buch endlich zu bestellen, das das Beste in Kompas Sammlung „von Hunderten Geheimdienstbüchern“ sein soll:
    https://www.amazon.de/Devils-Chessboard-Dulles-Americas-Government/dp/0008159688/
    Im Original ist es auch noch ein echtes Schnäppchen. Schau’n mer mal, ob es mich vom Hocker reißt. Wäre ein Punkt für Kompa 🙂

    1. das wenigste in diesem Beitrag stammt von mir, der geringste Teil, mindestens 2/3 sind nur zitiert!
      Es ist ein Moser-like softes Gesäusel, genau wie Kompa bei heise.de rumsülzt.
      Wirklich, ein lustiges Geseier, es hat uns 3 amüsiert, und Dich doch auch, oder nicht?

      1. ‚Amüsiert‘ würde ich nicht sagen. Es ist zu langatmig und zu wenig klar, richtig, vor allem, wenn es um die Gegenwart geht. Schon möglich, dass es bei JFK und Dulles weniger kognitive Dissonanzen gibt — und deshalb besser flutscht. Das ist menschlich.
        Und dass der Name Markus Kompa kaum zu finden ist, ist mir auch gleich aufgefallen. Weil ich Namen immer sofort quersuche.

  2. @ Fatalist:

    »Na weil Pau das ebenso macht. Die hält sich auch brav an die Sprachregelung, sagt immer brav Lingen.«

    Der Ströbele sagte vor ein paar Jahren mal in einem Interview (ich glaube, es war im „Snowden-Jahr“ 2013) zum Thema Snowden und PKK (jetzt nicht die kurdische Terrororganisation, sondern diejenige im BRD-Parlament), er sei aufgrund seiner dortigen Mitgliedschaft auch Geheimnisträger und da gebe es natürlich auch Wissen, das er mit ins Grab nehmen werde. Wahrscheinlich eher nicht, sofern es die „Raff“ entlasten könnte, möchte man fast vermuten…

    Bzgl. „Mitspielen“ der Aufklärungsdarsteller_Innen in diversen Untersuchungsausschüssen à la Pau, Binninger, Marx und Konsorten und verordnete Sprachregelungen hinsichtlich falscher Decknamen:

    Ich bin mir sicher, mal irgendwo gelesen zu haben (müßte ja bei Dir im Forum oder Blog gewesen sein, evtl. auch noch im VS-Honigtopf „politikforen.net“), daß der Name „Martin Arnold“ auch ein Falschname sei und der in Wirklichkeit ganz anders heiße.
    Kannst Du das bestätigen und hast Du eine Idee, wo das stehen könnte?

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