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Stasi, CIA, Mossad, wer befeuerte den linken Terror gegen Juden in der BRD?

Alle 3, keiner von denen, noch mehr Geheimdienste spielten mit, alle Antworten sind moeglich.

War die Studentenbewegung Israel-feindlich, im Grossen und Ganzen? Ja, meinen Wolfgang Kraushaar und er hier:

Das passt zum Ali, der war dabei:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/09/14/historiker-aly-zschaepe-soll-endlich-ihr-schweigen-brechen/

Frankfurter Schule, also kommunistisch, marxistisch, juedisch? Wieso dann gegen Israel und gegen Juden?

Angefangen habe das mit einem Brandanschlag gegen Juden in Berlin:

Judenknax?

Judenmacke, das moegen die Rechten nicht lesen, wenn der Begriff hier im Blog faellt…

Agierte da die Stasi?

Peter Urbach, das ist Westberliner LfV, also die Aussenstelle der CIA, wie Bommi Baumann sagte… aber die Unterwanderung der BRD ist ein weitgehend vertuschtes Kapitel:

Nicht nur die Universitäten, die Politik, die Wirtschaft – alle Institutionen waren interessant. Parteien sollten unterwandert, informelle Mitarbeiter an Schlüsselstellen in Unternehmen platziert werden. Der spätere Nato-Topspion „Topas“ wurde 1968 nach einer Studentendemonstration in Mainz angeworben. Dem Perspektiv-IM wurde das Studium bezahlt. Nur wieviele gab es eigentlich?
Bis heute ist die Tätigkeit der Stasi in Westdeutschland weitgehend unerforscht. Auch die Birthler-Behörde hat sich mit der Untersuchung der Westaktivitäten merklich zurück gehalten. Wie weit die Einflussnahme des DDR-Geheimdienstes in den westdeutschen Institutionen wirklich ging, ist bisher nur in Umrissen erkennbar.
Wenig hat sich die westdeutsche Öffentlichkeit bisher für die eigenen Stasi-Verstrickungen interessiert. Vielleicht bietet der Fall Kurras ja den Anlass dafür. Denn: Auch die Bundesrepublik Deutschland hat eine Stasi-Vergangenheit.

Der kleinste Geheimdienst der BRD, die Gauck-Behoerde…

CIA, Stasi, BND, Berliner VS, Mossad?

Die Analogien, Hilfe…

Dieter Kunzelmann reiste mit seinen Berliner Tupamaros 1969 in die jordanischen Ausbildungslager der Fatah…

WSG-Hoffmann reiste 1980 mit seinen Kameraden und Odfried Hepps „Jungschaar“ auf Vermittlung von Werner Mauss und dessen Hiwi Udo Albrecht in dieselben Lager, wo schon die RAF ausgebildet wurde.

Man muss die V-Mann-Frage stellen, auch bei Enzensberger, bei Mueller, bei Kunzelmann, bei jedem. Wirklich bei allen.

Am 13. Februar 1970 gegen 20.45 Uhr bricht aufgrund einer Brandstiftung im Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde München ein Feuer in der Reichenbachstraße 27 aus. Bei dem Brandanschlag werden sieben Bewohner im Alter zwischen 59 und 71 Jahren, die meisten von ihnen Holocaust-Überlebende, getötet und neun verletzt. Der Anfangsverdacht richtete sich gegen Palästinenser, Rechtsextreme oder die Tupamaros München. Wolfgang Kraushaar hat viele Indizien zusammengetragen, die für eine Täterschaft der Tupamaros oder zumindest aus ihrem Umfeld sprechen. Es spricht heute laut Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sehr viel dafür, dass die “Tupamaros München” den Anschlag verübten. Ein 18-jähriger Lehrling soll den Brand gelegt haben und die sich zum Tatzeitpunkt in München aufgehaltenen Fritz Teufel und Dieter Kunzelmann waren möglicherweise beteiligt. Am 3. April 1970 wendet sich Dieter Kunzelmann in der Agit 883 in einem „Brief aus Amman“ an die radikale Linke: „Wann endlich beginnt bei Euch der organisierte Kampf gegen die heilige Kuh Israel? Wann entlasten wir das palästinensische kämpfende Volk durch praktischen Internationalismus?“ Der ehemalige RAF-Mann und spätere Kronzeuge der Staatsanwaltschaft  Gerhard Müller sagte 1976 den deutschen Behörden, er habe ein Gespräch über den Brandanschlag auf das jüdische Altenheim in München zwischen Gudrun Ensslin und Irmgard Möller, die zu den Münchner Tupamaros gehörte und Lebensgefährtin Fritz Teufels war, mitgehört.  Zu Möller soll Ensslin gesagt haben: „Diese Arschlöcher! Gut, dass diese Sache den Neo-Nazis untergeschoben wurde.“

Hoehepunkt war dann das Olympia-Attentat in Muenchen 1972, dazu haben wir wirklich viel Material in diesem Blog: Willy Voss/Pohl, Ganymed, die CIA, den Polizeisprecher Georg Sieber der behauptet, die Israelis wollten damals keinen besseren Schutz ihrer Sportler… obwohl es Warnungen gab, obwohl die Deutschen schaerfere Sicherheitsmassnahmen vorschlugen…

Siehe:

Es geht um Nichts weniger als ein Staatsgeheimnis, und zwar um ein Dreckiges: Liess man aus Staatsräson den Anschlag zu, im Rahmen einer unheiligen Allianz BRD-Israel, bei Olympia in Deutschland israelische Opfer inbegriffen, also „erneut jüdische Opfer nach dem Holocaust“, und das unter den Augen der Welt?

Georg Sieber und Andere vermuten nicht ganz grundlos genau sowas, irgendwie... Schuldkult reloaded? Let it happen? Oder make it happen? Albrecht hat die Olympia-Attentäter bewaffnet, und konkrete Vorwarnungen soll es auch aus dem Ruhrgebiet gegeben haben. Nicht nur aus Bayern.

Es ist nachvollziehbar, dass auch zu „München 1972“ die Akten geschlossen bleiben, nicht nur zu den V-Leuten bei „München 1980“. Der Staat hat viel zu verbergen…

Das koennen Sie allerdings beim Kraushaar eher nicht finden. oder doch?

Eher nicht:

Die Mörder von München 70 und München 72 wurden kaum oder nicht verfolgt, die gefassten Mörder und Terroristen wurden ohne Gerichtsverhandlung abgeschoben und in ihren arabischen Heimatländern für ihre Mordtaten gefeiert. Die Tabuisierung, die Verdrängung und die Weigerung sich mit den Geschehnissen von München und der (eigenen) Vergangenheit auseinanderzusetzen belegt die unheimliche Allianz von palästinensischen Terroristen, deutschen Linken und dem deutschen Staat.

Das ist sicher sowas Ähnliches wie der „institutionelle Rassismus“ des deutschen Staates bei den 9 Dönermorden des „NSU“, oder ist es gar identisch?

Man duerfte richtig liegen mit der Vermutung, dass es ohne V-Leute auch damals schon kaum Terrorismus gab, weder Linken noch Rechten noch Islamischen (Schwarze Hand), es sei denn es waren Hauptamtliche der Geheimdienste die Taeter.

Wirklich aufgeklaert ist da gar nichts, was sehr stark fuer involvierte Sicherheitsapparate spricht. Das Schweigen der Terroristen koennte dieser Komplizenschaft geschuldet sein, und die verstrickten Staaten wuerden ihre Akten geschlossen halten, 120 Jahre oder Schreddern…

Sie wissen doch: Das BfV wusste Bescheid, als Tito um die 28 Exilkroaten in der BRD hinrichten liess, und BMI Gerhart Baum und die Spitzenleute der Politik wussten das natuerlich ebenfalls. Aber bekannt wurde das erst 30 Jahre spaeter, ein klein wenig jedenfalls.

Verhindert wurden die Morde nicht, obwohl man Bescheid wusste, weil man V-Leute hatte, die berichteten. War das beim Terror der Linksextremen gegen Juden/Israel damals aehnlich?

Bundesanwaltschaft: Eine Behörde unter Verdacht

Kraushaar legt dar, dass der Verfassungsschutz, speziell das Westberliner LfV, massgeblich in die Unterwanderung von Terrorstrukturen Rechts wie Links eingebunden war.

Er vermutet, dass der VS auch lenkte und beeinflusste. Quasi als Gegenstrategie zur bekannten Förderung und Lenkung des Terrors durch die DDR-Staatssicherheit.

Und Kraushaar sieht -zurecht- eine Behörde im Zentrum des Verdachts: Die weltweit einzigartige Konstruktion des Generalbundesanwalts als Staatsanwalt der Regierung.

kr200 kr201Das ist gut!

Erklärt das hier:

Der RAF-Forscher Kraushaar hatte den den Prozess beobachtet und kommentierte, dass nach seiner und der Ansicht weiterer Prozessbeobachter dabei „der Staat die Angeklagte verteidigt“. Es sei eine „Perversion des Rechtsstaats, wenn der Vertreter der Anklage insgeheim die Interessen der Angeklagten, in diesem Fall einer Exterroristin, vertritt“.

http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2015/10/30/kraushaar-die-perversion-des-rechtsstaates-zersetzung-widerstand/

Kennen Sie diesen Merksatz?

Der Generalbundesanwalt als Institution ist ausschließlich dazu da, die Verbrechen, in die deutsche und ausländische Geheimdienste verwickelt sind, regelmäßig zu deckeln, so sie nicht der Russe zu verantworten hat. (Die Anmerkung)

 

Ganz aktuell zum 4-jährigen Phantom-Jubiläum:

Was der „NSU“ tatsächlich ist und wie alles zusammenhängt, das wissen wir allerdings bisher nicht. Sagen lässt nicht nur: So, wie es die Bundesanwaltschaft darstellt, kann es nicht gewesen sein. Dass die damit Teil des Problems geworden ist, muss in der Tat zu denken geben.

http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/kommentar/nsu-morde-aufklaerung-verschleierung-100.html

Die Janusköpfigkeit des GBA als Institution der Exekutive, und nicht einer unabhängigen Justiz, das könnte die Nichtaufklärung von Terror sehr gut erklären. Seit Peter Urbach 1968. Bis hin zum NSU-Phantom.

Abschliessende Beurteilung: Lesenswertes Buch. Die Rolle der „Freunde“, also CIA etc ist etwas sehr schmal ausgefallen, wurde nicht bedeutungsgemäss „gewürdigt“. Der CIA-Helfer BND, da erschliesst sich die Analogie zur NSA-BND-Affäre um die Totalüberwachung, das fehlt leider. Souveränitätsmangel, auch das kennt Kraushaar nicht. Kann den daher auch nicht thematisieren, obwohl er Einiges überhaupt erst verständlich machen würde.

Verena Becker und die Geheimdienste, das wäre der bessere Titel gewesen. Die Atlantik-Vasallenbrücke, da will Kraushaar als Linker jedoch nicht ran. Das merkt man leider allzu deutlich.

Empfehlung: Beide Bücher lesen, auch das RAf Buch von Udo Schulze. Selber denken und wichten.

Ende