Die Türkei als faschistischer Staat, beschrieben von Jürgen Roth

Ein wirklich lesenswertes Buch, das gegen die eigenen Filterblasen angeht, eben weil es von ausweislich sehr linken, prokurdischen Autoren stammt.

Putsche des Militärs gegen die Demokratie, und das gesteuert von der NATO, 1980 nicht viel anders als 2016 gegen Erdogan, ist dem so?

Was 2016 geschah ist nicht Gegenstand dieses Buches, aber wie das Imperium (= USA) in formal unabhängige Staaten hineinwirkt, sie verändert, ihre Wahlen beeinflusst und eben auch Gewalt anwendet, Gladio auf türkisch etc., das ist interessant, eben weil die USA das bis heute machen, Stichwort Venezuela, und weil soft skills ebenso am Wirken sind beispielsweise in Deutschland…

Die letzte Wahl in der Türkei hat Erdogan gewonnen, und zwar im Bündnis mit der Partei der Grauen Wölfe, der MHP. Deren langer Arm reicht bis nach Deutschland hinein, Sibel Edmonds und „Gladio B“ sind da durchaus empfehlenswerte Suchbegriffe für die Ereignisse nach Roths Buch, also für die Jahre 1980 bis 2016.

Weltweiter Drogenhandel via Türkei, dessen politische Duldung dort, das Mitverdienen der Eliten, die Konterguerilla gegen die Kurden und deren deutsche Drogenringe, Dönermorde in Deutschland als Drogen- bzw. Schutzgelder-Krieg, NSU-Fake, all das gehört dazu, und nichts ist wirklich aufgearbeitet.

Warum sollte man das Buch aus dem Jahr 1981 vom ultralinken Jürgen Roth lesen?

Weil es einen zwar nicht neutralen, aber geschichtlich interessanten Abriss der Türkei darstellt, und deren kulturelle Rückständigkeit (auch durch den Islam) ebenso beleuchtet wie das „segensreiche Wirken der CIA“ dort seit deren Existenz.

Es wird schnell klar, warum die USA so erpicht darauf waren, die BRD mit Gastarbeitern vom Bosporus zu versorgen, und warum die Türkei dann sogar in die EU sollte… it’s GEOPOLITICS, stupid!

Zbigniew Brzezinskis NWO

Lesen lesen lesen 🙂

4 Gedanken zu „Die Türkei als faschistischer Staat, beschrieben von Jürgen Roth“

  1. Wichtiges Thema, völlig unterrepräsentiert, unaussprechlich in den sog. „Medien“.

    Man muß den Überzeugungslinken lassen, daß sie lange Zeit erhebliche intellektuelle Arbeit verrichtet haben. Ich beobachte da in jüngerer Zeit ein nachlassen und verflachen. Vielleicht auch, weil die Szene ja jetzt den Herren dient, die sie früher noch analysiert und kritisiert haben.

    Nicht wenige Türken hier in Deutschland haben inzwischen ganz gut begriffen wie der Hase läuft. Ganz ohne Bücher. Aber da sie wirtschaftlich privilegiert werden, spielen sie das Spiel mit.
    Und wenn 2 deutsche GSG9-Polizisten sich mit „Uwe Böhnhardt“ auf eine türk. Gästeliste eintragen, macht die BRD Kniefälle bis die Hosen reißen.

    Von wegen Geopolitik. Immerhin haben wir einen eisfreien Nordseehafen, und freie Schiffahrtswege bis zu den Salmonellen.

    1. Da bin ich ganz bei Malbec, solche Jauchegruben würde ich nicht mit Gummistiefeln, die bis zum Hals reichen, betreten.

      Nicht unbeachtlich, daß die kernverkorksten Dserschinski-Trotzkisten ihre antiautoritären Befehle „kurze Durchsage“ nennen.
      Aber Kniebeugen am Morgen sind Faschismus.

      Weißte Bescheid, Schätzelein.

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