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Thilo Sarrazin: Rede auf dem Neuen Hambacher Fest (05.05.2018)

Thilo Sarrazin ist Volkswirt, Autor und Mitglied der SPD. Am 5. Mai 2018 sprach er auf dem Neuen Hambacher Fest. Hier seht ihr die komplette Rede.

Lohnt sich!

Atlantikbrücken-Otte kann da nicht mithalten. Starbatty und Meuthen allerdings auch nicht.

Alle hier:  https://www.youtube.com/channel/UCUtUTpAbCtIKOalhAK-hxZA/videos

Sarrazin ist ein glasharter Analytiker, der die Dinge am klarsten benennt. Investieren Sie die Zeit.

England rein, Griechenland raus, € weg, Europa der Vaterländer her!

Das grosse Schachbrett: 2 Brückenköpfe der USA: Europa und Japan

Es geht um die Beherrschung Eurasiens, und um das Eindämmen Chinas und Russlands, und dazu dient nicht nur die NATO, sondern auch auch die Brückenköpfe: Europa unter deutsch-französischer Vorherrschaft, Führungsmacht Deutschland, und Japan:

brückenköpfe

Die NATO-Osterweiterung ist schon drin… die Ukraine ist geteilt… 1997?

Das hat Brzezinski von Huntington: Teilt die Ukraine! Erscheinen 1996, Clash of Civilizations

Europa:

Es ist bereits die am multilateralsten organisierte Weltregion. Eine erfolgreich verlaufende politische Vereinigung würde etwa
400 Millionen Menschen unter einem demokrati-schen Dach zusammenschließen, die einen den Vereinigten Staaten vergleichbaren
Lebensstandard genießen. Ein solches Europa müsste zwangsläufig eine Weltmacht werden.

Außerdem dient Europa als Sprungbrett für die fortschrei-tende Ausdehnung demokratischer Verhältnisse bis tief in den euroasiatischen Raum hinein.

Diese Europa wollen die USA auf jeden Fall kontrollieren. Ganz klare Analyse Brzezinskis, siehe vorigen Teil.

Vor allen Dingen aber ist Europa Amerikas unverzichtbarer geopolitischer Brückenkopf auf dem eurasischen Kontinent. Die Alte Welt ist für die USA von enormem geostrategischen Interesse. Anders als die Bindungen an Japan verankert das Atlantische Bündnis den politischen Einfluss und die militärische Macht Amerikas unmittelbar auf dem eurasischen
Festland.

Mit Japan verbindet die USA weniger:

An der östlichen Peripherie Eurasiens besteht eine parado-xe Situation. Japan ist fraglos eine internationale Großmacht, und das amerikanisch-japanische Bündnis hat man häufig — zu Recht — die wichtigste  bilaterale Beziehung der USA genannt. Als eine der führenden Wirtschaftsnationen der Welt könnte Japan zweifellos enorme politische
Macht ausüben. Dennoch handelt es nicht danach, da es keine regionale Vorherrschaft anstrebt, sondern statt dessen lieber unter amerikanischem Schutz agiert.

Wie Großbritannien im Hinblick auf Europa, zieht es Japan vor, sich aus dem politischen Geschehen auf dem asiatischen Festland herauszuhalten, nicht zuletzt deshalb, weil viele Asiaten jedem japanischen Streben nach einer regional beherrschenden politischen Rolle nach wie vor mit Feindseligkeit begegnen.
Diese von Zurückhaltung und Selbstdisziplin geprägte Po-litik der Japaner verschafft wiederum den USA die Möglich-keit, in Fernost eine zentrale Rolle in Fragen der Sicherheit zu spielen. Japan ist somit kein geostrategischer Akteur, obwohl sein unverkennbares Potential, schnell einer zu werden — ins-besondere dann, wenn entweder China oder Amerika ihre ge-genwärtige Politik plötzlich ändern sollten —‚ den Vereinigten Staaten einen pfleglichen Umgang mit ihrem japanischen Verbündeten zur besonderen Pflicht macht.

Der Wahrheit noch näher kommen dürfte die These, dass Japan als besiegter Feindstaat der USA keine andere Wahl hatte, als dessen Verbündeter zu werden.  Die Japaner mögen die USA noch weit weniger als die Deutschen die USA lieben… Japan und die USA verbindet gar nichts, weder Religion noch Kultur noch Gene, einzig und allein der chinesische Drache taugt dazu, eine Interessengemeinschaft USA-Japan zu schmieden.

Inseln ticken anders, das mag so sein, träfe für die Briten ebenso zu wie für die Japaner.

In Europa gehe es vor Allem um Deutschland und Frankreich, viele Seiten lang: F sei zu schwach, die USA als Garantiemacht zu ersetzen, meine D, und F tue sich schwer damit, nicht von D beherrscht zu werden, meint Brzezinski. F sei zu schwach. Wirtschaftlich und militärisch. Die USA seien unverzichtbar, das meine D.

Richtig erkannt, das meinen die Eliten der BRD, die sich in transatlantischen Netzwerken tummeln, die Meinungsmanipulateure/Manipulationsbeauftragten in der Leitmedien inklusive.

Auch nett:

https://www.youtube.com/watch?v=1qmURXYL08I

Die NATO ist für Europa identisch mit der EU?

Der entscheidende Punkt bei der NATO-Erweiterung ist, daß es sich um einen ganz und gar mit der Ausdehnung Europas selbst verbundenen Prozeß handelt.

Das heisst nichts weniger als dass die EU der zivile Arm der NATO ist. Beide Arme beherrscht von den USA.

Das nennt man dann wohl einen vasallischen Brückenkopf.

am1 am2 d-f-geo

Die alleinige NATO-Führungsmacht sind die USA 18 Jahre später immer noch. Washington hört nicht auf Brzezinski?